18. März 2021: Buchpräsentation „Kampf um die Traun“

Im Jänner 1996 begannen die Rodungen für den Bau eines Wasserkraftwerkes an der Traun zwischen Lambach und Stadl-Paura. Eine bemerkenswerte Protestbewegung wurde aktiv. AnrainerInnen und UmweltschützerInnen mit Unterstützung aus ganz Österreich besetzten den Wald und lieferten Polizei, Bauarbeitern und Kraftwerksbefürwortern ein dreimonatiges Katz-und-Maus-Spiel: die längste Besetzung dieser Art in der österreichischen Geschichte. Im Mikrokosmos der beiden Kleinstädte spitzte sich die Lage zu. Die Auseinandersetzung wurde nicht nur um Bäume geführt, es war ein Kampf um die Meinung im Lande.Das Buch erzählt ein bemerkenswertes Stück Zeitgeschichte anhand ökologischer, politischer und ökonomischer Aspekte. Es kommen AktivistInnen, ZeitzeugInnen und PolitikerInnen zu Wort, KraftwerksgegnerInnen ebenso wie -befürworterInnen. Wetzlmaier und Rammerstorfer zeichnen damit ein vielstimmiges Bild einer Affäre, die Oberösterreich spaltete wie kaum ein anderes Ereignis der Nachkriegszeit. Am 18. März um 18 Uhr laden die Grünen Bad Ischl die beiden AutorInnen, Marina Wetzlmaier und Thomas Rammerstorfer zur Präsentation und Diskussion ihres aktuell erschienenen Buches.

Zoom Link zur Veranstaltung: https://zoom.us/j/92817277807?pwd=MTF​haDNFZHJtaWpvVS8xVGFQem55QT09

Jetzt im Buchhandel: Kampf um die Traun

Im Jänner 1996 begannen die Rodungen für den Bau eines Wasserkraftwerkes an der Traun zwischen Lambach und Stadl-Paura. Eine bemerkenswerte Protestbewegung wurde aktiv. AnrainerInnen und UmweltschützerInnen mit Unterstützung aus ganz Österreich besetzten den Wald und lieferten Polizei, Bauarbeitern und Kraftwerksbefürwortern ein dreimonatiges Katz-und-Maus-Spiel: die längste Besetzung dieser Art in der österreichischen Geschichte. Im Mikrokosmos der beiden Kleinstädte spitzte sich die Lage zu. Die Auseinandersetzung wurde nicht nur um Bäume geführt, es war ein Kampf um die Meinung im Lande.
Das Buch erzählt ein bemerkenswertes Stück Zeitgeschichte anhand ökologischer, politischer und ökonomischer Aspekte. Es kommen AktivistInnen, ZeitzeugInnen und PolitikerInnen zu Wort, KraftwerksgegnerInnen ebenso wie -befürworterInnen. Wetzlmaier und Rammerstorfer zeichnen damit ein vielstimmiges Bild einer Affäre, die Oberösterreich spaltete wie kaum ein anderes Ereignis der Nachkriegszeit.

Die Referentin: http://diereferentin.servus.at/es-war-ein-oeko-krieg/  

OÖN: https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/der-kampf-um-die-traunau-ist-wie-ein-lehrstueck-einer-radikalisierung;art67,3335837  

Tips: https://www.tips.at/nachrichten/wels/land-leute/525355-neues-buch-rollt-lambacher-kraftwerks-konflikt-auf  

DORF TV: https://www.freie-radios.online/sendung/aktivismus-gegen-bauprojekte-historisches-beispiel-besetzung-der-lambacher-au

Muslimische Jugendkulturen – zwischen Religion, Nationalismus und Popkultur

https://dorftv.at/video/35128

Sarah Momani und Thomas Rammerstorfer diskutieren über Lebenswelten muslimischer Jugendliche, Zuschreibungen und Ausgrenzung, sowie zur Frage was die Gesellschaft für mehr Teilhabe tun kann.

Muslimische Jugendliche in Oberösterreich stehen zwischen unterschiedlichen Erwartungen: hier jene der Familie, der Community oder Freunde. Auf der anderen Seite die Erwartungen, aber vor allem Zuschreibungen der Mehrheitsgesellschaft. Von „Problem-Jugendlichen“ ist immer wieder die Rede, von jungen Machos, die in der Schule anderen vorschreiben, was der Islam erlaube und was nicht. Mädchen, die Kopftuch tragen, müssen als Symbole einer sogenannten „Parallelgesellschaft“ herhalten. Die Angst vor einer konservativen, ja radikalisierten Jugend wird in den Medien immer wieder hervorgerufen. Vom „normalen“ Alltag muslimischer Jugendliche, von ihren Bedürfnissen und Einstellungen, wird hingegen kaum berichtet.

In diesem Spannungsfeld steht das Bedürfnis der Jugendlichen nach Zugehörigkeit. Wo finden sie Zugehörigkeit und wo nicht? Wie entscheidet sich, ob sie sich in Österreich angenommen fühlen oder nicht, selbst wenn sie hier geboren und aufgewachsen sind?

Dazu diskutieren Sarah Momani (Vorsitzende der Muslimischen Jugend Oberösterreich, MJÖ) sowie der Journalist und Autor Thomas Rammerstorfer.

Jugendlichen fehle oft das religiöse Wissen, so Momani. Zur Aufgabe der MJÖ gehört es, darüber aufzuklären und die Jugendlichen in ihrer österreichisch-islamischen Identität zu bestärken.

„Jugendliche brauchen Wertschätzung. Wir müssen weg von den Generalverdächten“, fordert Momani.

Einige Jugendliche würfeln sich eine eigene Identität aus religiösen, nationalistischen und popkulturellen Elementen zusammen, beschreibt Rammerstorfer. Ausgrenzung und Rassismus – auch struktureller Natur – führen zu hausgemachten Problemen.

„Viele dieser Jugendlichen haben massive Rassismus- und Ausgrenzungserfahrungen, die in fast keiner Biografie von Menschen, die sich radikalisiert haben, fehlen“, betont Rammerstorfer.

Probleme müssen angesprochen werden, auch inner-muslimisch. Darüber sind sich Momani und Rammerstorfer einig. Dennoch sei die gesamte Gesellschaft gefragt, selbstkritisch zu sein, Diversität und Teilhabe zuzulassen.

Moderation: Marina Wetzlmaier

Postproduktion: Johannes Mayerbrugger

»Gegen jeden Extremismus«

Ein paar persönliche Betrachtungen von mir rund um das Thema Extremismus in der neuen „Versorgerin“. Unter anderem gehts um IS-Terror in Wien und Liebeskummer in Vorarlberg. Zu lesen hier:http://versorgerin.stwst.at/artikel/dec-3-2020-1113/%C2%BBgegen-jeden-extremismus%C2%AB?fbclid=IwAR3v4XXdgtgmPBx_YqRGQzab9KVbHJ9GihfRmgrEr1PmE_Mj5E8ryKFaqUs

Los Lobos Grises, la extrema derecha prohibida en Francia y ramificada por toda Europa


Interview mit „Publico“ zu den „Grauen Wölfen“ in Europa (auf spanisch): https://www.publico.es/internacional/fascismos-lobos-grises-extrema-derecha-prohibida-francia-ramificada-europa.html



Rammerstorfer: „Würde Islamisten nicht in den Tod abschieben. Eine Resozialisierung ist möglich.“

Nach dem Attentat in Wien wird von vielen Seiten das Verhältnis von Linken und Islamismus kritisiert. Der Grüne Welser Spitzenkandidat Thomas Rammerstorfer beschäftigt sich seit langem mit diversen Strömungen im Islam – sieht auch die konservativ-islamischen und besonders die nationalistisch-islamischen Gruppen kritisch. Einen Islamisten würde er trotzdem nicht abschieben, wenn ihn der sichere Tod in seinem Heimatland erwartet.

Interview mit „Die Monatliche“

Weiter gehts hier: https://monatliche.at/rammerstorfer-wuerde-islamisten-nicht-in-den-tod-abschieben-eine-resozialisierung-ist-moeglich/

Wels: Spurensuche einer Stadtgeschichte

Das Verhältnis einer Stadt zu ihrer Geschichte lässt sich am Umgang mit ihren Denkmälern erkennen. In Wels wird um den Erhalt jedes Denkmals gekämpft. Sei es um Befunde aus der Römerzeit. Oder die letzte Baracke des ehemaligen Flüchtlingslagers 1001. Der Schutz dieser Denkmäler hängt oft vom ehrenamtlichen Engagement historisch Interessierter ab. Marina Wetzlmaier hat mit zwei von ihnen gesprochen und einige Spuren der Welser Geschichte entdeckt.

Die Spurensuche beginnt im Modegeschäft Neugebauer im Zentrum der Stadt. Die lebensgroße Legionärsrüstung im Schaufenster lässt erahnen, dass hier etwas anders ist. Im Geschäft selbst fallen Vitrinen auf: eine enthält Reste der römischen Stadtmauer, eine andere Scherben von Tongefäßen und Nachbildungen römischen Schmucks. Warum sich diese Gegenstände hier befinden, erklärt Geschäftsinhaber Albert Neugebauer selbst. Er erzählt außerdem was uns die Römerzeit über Diversität in einer Gesellschaft lehrt und welche Zusammenhänge er zur Gegenwart zieht.

Die zweite Station der historischen Spurensuche befindet ich im Welser Stadtteil Lichtenegg, wo sich die letzte Baracke des Flüchtlingslagers 1001 befindet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fanden hier zehntausende Menschen eine Unterkunft. Ihre Nachfahren leben teilweise bis heute in Wels. Thomas Rammerstorfer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte des Lagers 1001. Die Baracke steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Wie es dazu kam und wie es mit dem eher baufälligen Gebäude weitergeht, erzählt Rammerstorfer im Interview.

Zu hören hier: https://cba.fro.at/476190